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Gesamtwirtschaftliches Umfeld mit Unwägbarkeiten und weiter schwierige Situation im Marktsegment Edelstahl

Für das Jahr 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,4 Prozent, das damit auf dem Niveau des Jahres 2015 mit 3,1 Prozent liegen soll. Für die wesentlichen Märkte, in denen die Haniel-Gearing aktiv sind, wird weiterhin eine stabile konjunkturelle Entwicklung erwartet: So sollen sich im Jahr 2016 die USA mit einem prognostizierten Wachstum von 2,6 Prozent nach bereits 2,5 Prozent im Vorjahr stabil entwickeln und weiter ein wichtiger Treiber für das globale Wachstum sein. Des Weiteren wird vom IWF für den Euroraum nach 1,5 Prozent im Jahr 2015 ein Wachstum von 1,7 Prozent für 2016 vorhergesagt. Zu diesem soll vor allem Deutschland mit einem Wachstum von 1,7 Prozent beitragen. In Bezug auf die Entwicklungs- und Schwellenländer geht der IWF für China von einem Wachstum von 6,3 Prozent im Jahr 2016 nach 6,9 Prozent im Vorjahr aus. Dadurch bleiben nicht nur zusätzliche positive Impulse für die Weltwirtschaft aus, vielmehr führt diese Abkühlung in China, aber auch in anderen Entwicklungs- und Schwellenländern, zu einer zunehmenden Dämpfung der Erwartungen bei Marktteilnehmern: So korrigierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bereits ihre Prognose nach unten und rechnet für einige Industrieländer – vor allem für die USA – statt mit einer stabilen Entwicklung mit leicht geringeren Wachstumsraten.

Zentral für ELG ist neben der allgemeinen Konjunktur die Entwicklung des Marktsegments Edelstahl. Die weltweite Edelstahlproduktion hängt insbesondere von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und auch der Nachfrage nach Edelstahl in China ab – beide bleiben unsicher. Für die weltweite Edelstahlproduktion wird unterstellt, dass diese auf einem ähnlichen Niveau verbleibt. In Europa wird sich die Edelstahlproduktion voraussichtlich sogar leicht rückläufig entwickeln. Der Preis für den im Edelstahlgeschäft wichtigen Rohstoff Nickel ist im Jahr 2015 massiv eingebrochen. Eine kurzfristige Erholung der Preise ist derzeit nicht absehbar.

In einem insgesamt stabil vorhergesagten, aber unsicheren wirtschaftlichen Umfeld sieht der Haniel-Vorstand nicht nur in dem schwierigen Marktumfeld für Edelstahl weitere Unwägbarkeiten für das Jahr 2016: Zusätzlich haben einige politische und wirtschaftliche Entwicklungen das Potenzial, zu einer signifikanten Verschlechterung des Konjunkturverlaufs in der Welt beizutragen. Zu nennen sind vor allem Konflikte im arabischen und afrikanischen Raum, die Stabilität der Europäischen Union, die Entwicklung der Finanzmärkte und der Rohstoffpreise, insbesondere des Ölpreises, sowie eine stärkere konjunkturelle Abkühlung in China.

Da die verschiedenen Geschäftsbereiche zudem international tätig sind, ist das Ergebnis des Haniel-Konzerns auch abhängig von der Entwicklung verschiedener Währungskurse, vor allem des US-Dollars, des Britischen Pfunds und des Schweizer Frankens. Das Metro-Beteiligungsergebnis wird zudem signifikant durch die Entwicklung des Russischen Rubels beeinflusst.

Abweichungen von der unterstellten konjunkturellen Entwicklung sowie der zukünftigen Währungskurse gegenüber den Planungsannahmen können die Prognose für Umsatz und Ergebnis wesentlich verändern.