Menu  
Return
Error

METRO GROUP

Die Finanzbeteiligung METRO GROUP hat 2015 mit dem Verkauf der Vertriebslinie Galeria Kaufhof sowie der METRO Cash & Carry-Aktivitäten in Vietnam große Fortschritte bei der Fokussierung ihres Portfolios gemacht. Der um Unternehmenskäufe und -verkäufe sowie Währungseffekte bereinigte Umsatz konnte gesteigert werden. Gegenläufig zu dieser positiven Geschäftsentwicklung wirkten sich Währungseffekte negativ auf Umsatz und Operatives Ergebnis vor Sonderfaktoren aus. Das Beteiligungsergebnis von Haniel an der METRO GROUP profitierte von den Abgangserfolgen aus den Verkäufen von Galeria Kaufhof und METRO Cash & Carry Vietnam und lag deutlich über dem des Vorjahres.


Galeria Kaufhof und METRO Cash & Carry Vietnam verkauft
Die METRO GROUP hat 2015 ihr Portfolio fokussiert: Die Vertriebslinie Galeria Kaufhof wurde an die kanadische Hudson’s Bay Company und die METRO Cash & Carry-Aktivitäten in Vietnam wurden an die thailändische TCC verkauft. Die Einnahmen aus beiden Veräußerungen reduzieren die Verschuldung der METRO GROUP deutlich und ermöglichen verstärkte Investitionen in die verbleibenden Vertriebslinien, um zukünftiges profitables Wachstum sicherzustellen.

Auch im Hinblick auf ihre strategischen Initiativen konnte die METRO GROUP 2015 signifikante Fortschritte erzielen. So stiegen der Belieferungsumsatz bei METRO Cash & Carry sowie der über das Internet generierte Umsatz bei Media-Saturn um jeweils deutlich mehr als 10 Prozent. Außerdem hat die METRO GROUP ihr Engagement im Start-up-Segment ausgebaut und fördert mit dem „Techstars METRO Accelerator“ digitale und technologische Innovationen, die für die Gastronomie wegweisend werden könnten. Zudem unterstützt Media-Saturn mit „Spacelab“ junge innovative Unternehmen mit Bezug zur kompletten Wertschöpfungskette von Media-Saturn – von der Logistik-Applikation bis zu innovativen Zubehörgeräten.

Umsatz organisch gestiegen
Der Umsatz der METRO GROUP belief sich im Jahr 2015 auf 58.991 Millionen Euro – ohne Berücksichtigung der Vertriebslinie Galeria Kaufhof, die als nicht fortgeführter Bereich ausgewiesen wird und daher weder im Umsatz noch im Operativen Ergebnis enthalten ist. Der Umsatz lag damit wegen negativer Währungseffekte und Unternehmensverkäufen 1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Das organische Umsatzwachstum – auf vergleichbarer Fläche bereinigt um Unternehmenskäufe und -verkäufe sowie Währungseffekte – betrug 1 Prozent.

Der Umsatz von METRO Cash & Carry ging um 2 Prozent zurück. Wesentliche Ursache dafür waren negative Währungseffekte – insbesondere infolge der Kursentwicklung des Russischen Rubels. Außerdem führten fehlende Umsatzbeiträge durch den Verkauf der Aktivitäten in Vietnam und Griechenland sowie die Aufgabe der Standorte in Dänemark zu diesem Rückgang. Positiv wirkten sich Neueröffnungen, insbesondere in Russland und Indien, sowie ein leichtes organisches Umsatzwachstum aus. Zu diesem Wachstum haben die positive Entwicklung in mehreren südeuropäischen Ländern sowie das gute Weihnachtsgeschäft in Deutschland beigetragen. Durch eine stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse professioneller Kunden konnte unter anderem das Belieferungsgeschäft weiter erfolgreich ausgebaut werden. Ein wichtiger Meilenstein war die Übernahme von Classic Fine Foods, einem insbesondere in Asien führenden Anbieter im wachsenden Lebensmittelbelieferungsgeschäft.

Media-Saturn konnte den Umsatz um 2 Prozent erhöhen – trotz negativer Währungseffekte insbesondere infolge eines schwächeren Russischen Rubels. Maßgeblich dafür waren zum einen die Eröffnung neuer Standorte vor allem in Osteuropa und zum anderen ein deutliches organisches Umsatzwachstum. In Deutschland und Westeuropa profitierte Media-Saturn von erfolgreichen Marketingaktivitäten und konnte insbesondere im Weihnachtsgeschäft Marktanteile hinzugewinnen. Außerdem wurde das Multi-Channel-Angebot weiter ausgebaut. Es umfasst neben dem reinen Onlinehandel vor allem auch die Abholung in den Filialen. Diese wird von den Kunden zunehmend gut angenommen und hat sich inzwischen als integraler Bestandteil des Geschäfts von Media-Saturn etabliert.

Die Vertriebslinie Real ist nach dem im Vorjahr abgeschlossenen Verkauf des Osteuropageschäfts nunmehr ausschließlich in Deutschland aktiv. Real hat 2015 weitere Standorte modernisiert und die Marketingaktivitäten intensiviert, um die Kundenwahrnehmung und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dennoch ging der Umsatz wegen fehlender Umsatzbeiträge aus dem verkauften Osteuropageschäft um 5 Prozent zurück. Darüber hinaus war die Entwicklung in Deutschland aufgrund von Standortschließungen sowie eines schwachen Geschäfts mit Nichtlebensmitteln rückläufig.

Operatives Ergebnis nach Sonderfaktoren verbessert
Die erfreuliche organische Umsatzentwicklung bei METRO Cash & Carry und Media-Saturn führte bei der METRO GROUP zu einem über dem Vorjahr liegenden Ergebnisbeitrag. Aufgrund negativer Währungseffekte lag das Operative Ergebnis vor Sonderfaktoren mit 1.448 Millionen Euro jedoch unter dem Vorjahreswert von 1.508 Millionen Euro.

Im Jahr 2015 fielen aufgrund von Wertminderungen auf den Goodwill bei Real Deutschland im Vergleich zum Vorjahr höhere Sonderaufwendungen an. Dem stand der Abgangserfolg aus dem Verkauf der METRO Cash & Carry-Aktivitäten in Vietnam gegenüber. Dadurch fielen die Sonderfaktoren in Summe deutlich niedriger aus. Nach Sonderfaktoren verbesserte sich das Operative Ergebnis deshalb von 1.017 Millionen auf 1.076 Millionen Euro.

Höherer Ergebnisbeitrag für Haniel
Das höhere Operative Ergebnis hat das Metro-Beteiligungsergebnis von Haniel anteilig positiv beeinflusst. Auch der Abgangserfolg aus dem Verkauf von Galeria Kaufhof führte zu einer Steigerung des Ergebnisses. Ergebnismindernd wirkte dagegen die im Mai 2015 erfolgte Reduktion der Haniel-Beteiligung an der METRO AG auf 25,00 Prozent. Insgesamt ist das Beteiligungsergebnis des Haniel-Konzerns an der METRO GROUP von 14 Millionen Euro im Vorjahr auf 57 Millionen Euro im Jahr 2015 deutlich gestiegen.