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Glück auf! Für eine digitale Zukunft

Glück auf!
für eine digitale
Zukunft

Haniel und die Geschäftsbereiche fördern systematisch digitale Ideen und bringen sie auf „Schacht One“ zur Marktreife.

Mit der Digitalen Transformation erlebt die weltweite Wirtschaft gerade ihre vierte industrielle Revolution. Unternehmen, denen es nicht gelingt, ihre Produkte, Dienstleistungen – letztlich ihr ganzes Geschäftsmodell – an die neuen Anforderungen anzupassen, werden auf Dauer nicht zukunftsfähig sein. Bis hierhin ist dies allgemeiner Konsens. Viel schwieriger ist hingegen die Frage zu beantworten: Wie schaffen es Unternehmen, ihr Geschäft digital zu transformieren – ganz handfest und konkret? Und auf eine Art und Weise, die zum Unternehmen passt? Die Antwort auf diese Frage lag auch bei Haniel nicht auf der Hand. Die Geschäftsbereiche haben sich teilweise schon intensiv mit dem Thema Digitalisierung beschäftigt und erste Erfolge verbucht – etwa, indem sie ihre Prozesse verändert haben oder neue Technologien für Kundenservices nutzen. „Doch im Großen und Ganzen war der Eindruck, dass wir das Thema Digitalisierung von traditionellen Denkmodellen bestimmt angehen. Zudem sind die für die Digitalisierung typischen schnellen Test- und Umsetzungsphasen noch nicht ausreichend in unserer Unternehmens-DNA verankert“, erläutert Dirk Müller, CIO bei Haniel und zuständig für Digitalisierung.


Neue Perspektiven

Bei der Group Conference 2015 entdeckten Führungskräfte von Haniel die Chancen des digitalen Wandels.

Neue Sichtweisen erwünscht

Richtig Fahrt nahm das Thema Digitalisierung mit der Haniel-Führungskräftekonferenz 2015 auf – und mit den Workshops, die schon vor der Tagung stattfanden. Hierfür versammelten sich Kollegen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Hierarchieebenen und Geschäftsbereichen an einem Tisch und arbeiteten gemeinsam an digitalen Fragestellungen und Ideen. Sie nutzten dabei die Methode des Design Thinking, bei der zunächst die Wünsche und Bedürfnisse des Nutzers im Vordergrund stehen und nicht die technische Machbarkeit. Innerhalb von zehn Wochen ist es so gelungen, greifbare und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu entwickeln, die anschließend auf der Führungskräftekonferenz gezeigt wurden – wobei echte Gründerstimmung aufkam. Damit lag die Antwort, wie Haniel das Thema Digitalisierung angehen kann, auf der Hand: „Ähnlich wie in den Workshops brauchen wir einen geschützten Raum, in dem wir abseits vom Alltagsgeschäft und organisatorischen Routinen an der Umsetzung konkreter Ideen arbeiten“, erläutert Müller. Und zwar mit neuen Methoden und, wenn sinnvoll, auch interdisziplinär – denn gerade die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Geschäftsbereiche hatte sich als extrem wertvoll erwiesen.

Startpunkt mit Geschichte

Eine Heimat für dieses Vorhaben war schnell gefunden: auf Zeche Zollverein. Nur wenige Meter von Schacht Eins entfernt, wo Franz Haniel, der dem Unternehmen seinen Namen gab, vor 165 Jahren als Pionier des Ruhrgebiets erstmals die begehrte Fettkohle förderte – den Treibstoff für die Industrialisierung. In Schacht One, so der Name der neuen Digitalinitiative, will Haniel nun gemeinsam mit den Geschäftsbereichen Bekaert Textiles, CWSboco, ELG und TAKKT den Rohstoff für die vierte industrielle Revolution fördern: digitale Ideen. „Dabei setzen wir zunächst durchaus auf Masse, dann geht es ums Entwickeln, Prüfen, Aussortieren – und ganz bewusst auch ums Scheitern“, beschreibt Müller den Ansatz. Am Ende soll es so gelingen, in kurzer Zeit Ansätze und Lösungen für marktreife Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse zu entwickeln und umzusetzen – ganz konkret für spezifische Geschäfte. „Wir verstehen uns als digitale Werkbank. Es geht nicht darum, die technische Revolution zu erfinden, sondern die Geschäftsbereiche mit Kompetenzen, Methoden und Freiraum dabei zu unterstützen, mit digitalen Lösungen ihr Geschäft weiter voranzubringen.“


CIO Dirk Müller

„Wir verstehen uns als digitale Werkbank“


Flexible Partnerschaft


Wichtiger Erfolgsfaktor für Schacht One ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Partner. Das sind an erster Stelle Haniel und die Geschäftsbereiche, die hier eng kooperieren – und das unabhängig von Hierarchien und sonstigen Unternehmensstrukturen. Hinzu kommen Experten aus Wissenschaft und Digitalwirtschaft, die flexibel hinzugezogen werden können. „Mit Schacht One wählen wir eine für Haniel völlig neue Herangehensweise; es ist ein Test. Aber wir sind zuversichtlich, dass es ein dauerhafter Erfolg wird“, sagt Müller. „Nicht zuletzt, weil Mut zu Haniel gehört und in unserer Unternehmensgeschichte schon oft belohnt wurde.“

„Als Family-Equity-Unternehmen verstehen wir es als unsere Pflicht, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. In diesem Sinne setzen wir uns mit den zentralen Megatrends auseinander und unterstützen unsere Geschäftsbereiche dabei, die Chancen zu ergreifen, die sich daraus für ihr Geschäftsmodell ergeben. Dies gelingt mit Schacht One als digitaler Werkbank für neue Ideen in herausragender Art und Weise. Hier zeigt sich einmal mehr, welchen Beitrag die Haniel-Holding als Wertentwickler zum Geschäftserfolg ihrer Beteiligungen leisten kann.“


Stephan Gemkow
Vorstandsvorsitzender
Franz Haniel & Cie. GmbH

„Wir bei TAKKT begreifen den Trend zur Digitalisierung als eine riesige Chance für unser Geschäft. Wir haben bereits weltweit sehr gute Erfahrungen mit ersten digitalen Projekten gemacht. Nun wollen wir die Digitale Transformation beschleunigen und räumen diesem Prozess bei unseren aktuellen Planungen und Entscheidungen unbedingte Vorfahrt ein. Die Gründung von Schacht One ist ein wichtiger Impuls und die Zusammenarbeit wird maßgeblich dazu beitragen, zusätzliche und professionelle digitale Kompetenz für alle Konzerngesellschaften aufzubauen.“

Dr. Felix Zimmermann
Vorstandsvorsitzender TAKKT AG

„Wir begrüßen das Engagement von Haniel, mit Schacht One eine gemeinsame Plattform für die gruppenweite Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung zur Verfügung zu stellen. Als einer der Marktführer in unseren Branchen ist es für uns essenziell, die Digitalisierung voranzutreiben, um Prozesse zu optimieren und unseren Kunden zukunftsfähige Services anzubieten. Ein Beispiel dafür ist der CWS Washroom Information Service (WIS), der alle Waschraumspender eines Gebäudes verbindet und sie in die Lage versetzt, ihren aktuellen Füllstand digital an das Reinigungspersonal oder Gebäudemanagement zu übermitteln. Ein ehemals passives Produkt wie der Handtuchspender sammelt heute aktiv Daten und liefert Informationen für ein effizientes Gebäudemanagement. Mit unseren Chips in der boco-Berufskleidung verfolgen wir zudem einzelne Kleidungsstücke in unseren Wäschereien und optimieren dadurch unsere Prozesse.“

Maximilian Teichner
CEO von CWS-boco

Gemeinsam für den
digitalen Wandel

Dirk Vandeplancke
CEO von Bekaert Textiles

„Die Digitalisierung bietet uns großartige Möglichkeiten, unser Produktangebot auf eine neue Ebene zu heben. Mit Bekaert Imagine, einer 3-D-Visualisierung von Matratzenbezugsstoffen, können wir unsere Produktentwicklung und unser Produktdesign in einem ersten Schritt entmaterialisieren: Statt Materialmuster und Matratzenprototypen herzustellen und zu transportieren, erstellen wir jetzt gemeinsam mit dem Kunden überzeugende virtuelle Produkte. Damit zeigt Imagine perfekt, wie die Digitale Transformation gleichermaßen zu Kostenreduzierung und zum Umweltschutz beitragen kann. Imagine hat das Potenzial, sich als wesentliche Komponente im Entwicklungsprozess unserer Kunden zu etablieren. Bekaert Textiles freut sich darauf, Teil von Schacht One zu sein und dort das eigene Wissen mit anderen zu teilen und selbst von Experten lernen zu können.“

„Der digitale Wandel eröffnet Möglichkeiten, Geschäftsmodelle auf allen Ebenen zu verändern. Bei ELG sind wir im Bereich Edelstahlrecycling noch in der Analysephase, in der Digitalisierungspotenziale ermittelt werden. Im Bereich Superlegierungen ergeben sich beispielsweise Chancen bei der Digitalisierung der Lieferkette: Über digitale Lösungen lässt sich die Effizienz und Transparenz komplexer Lieferketten signifikant steigern. Darüber hinaus entstehen Möglichkeiten für komplett neue Geschäftsmodelle. Diese Potenziale werden wir konsequent analysieren und Digitalisierungs-Chancen frühzeitig ergreifen: Richtig angepackt, wird der digitale Wandel profitables Wachstum für ELG ermöglichen. Von der Zusammenarbeit in Schacht One erwarten wir hier Zugang zu digitalem Know-how, um unsere digitalen Initiativen ebenso schnell wie effizient umsetzen zu können.“

Detlef Drafz
Vorsitzender der Geschäftsführung von ELG